It Is Already Tomorrow

Collective exhibition at Kreuzberg Pavillon, Berlin

Saturday, July 27th 2013 / 8 pm

IT IS ALREADY TOMORROW

Mit Borras
Sébastien Pesot
Judith Sönnicken

The yearly income of a bank in cold metal numerics on the wall or the presentation of a hard disk filled with video clips reporting police violence in 15 democratic countries during demonstrations are showing that Mit Borras´attempt is to find new weapons of art by pointing out what´s miserable in apparently immunological processes in nowadays societies. His sculptures, installations, conceptual digital works and sound installations describe both mechanic production and wrecking. The paralyzed condition, between the automatically production of national banners and their burning, can be synthesized and embodied without any reason.

The french author Phillippe Nassif describes in his notes on Post Punk Philosophy consciousness characters that use their body intelligence as a play to interact between simulacrum and authenticity. Sébastien Pesot took this for a reason to explore the plasticity of images and meaning departing from his video works. In his installations and performances, he returns bodily aspects formerly limited to the dimensions of a screen into transformed and new coded body parts into
society.

Three-dimensional embodiment still applies to be a technical accomplishment in western societies. Bodies seem to be too complex to exist two-dimensional while the cognition of the fourth-dimension with its both spatial and time coordinates alienates western culture with the feeling of death. Departing from sculpture Judith Sönnicken has always been more interested in three-dimensionality rather than objects. Her works explore the relation between physicality and space and the intrinsic tension of matter and void.

Kreuzberg Pavillon
Naunystrasse 53
10999 Berlin

www.kreuzbergpavillon.de

www.sebastienpesot.com/en/portfolio-post/artists-cut-up/

 

// deutsch:

Samstag, 27 Juli 2013 / 20 Uhr

IT IS ALREADY TOMORROW

Mit Borras
Sébastien Pesot
Judith Sönnicken

Die Jahreseinnahmen einer Bank in kalt erscheinenden Metallziffern an der Wand oder eine Festplatte angefüllt mit Videos über Polizeigewalt auf Demonstrationen in 15 demokratischen Ländern zeigen, dass sich Mit Borras, auf der Suche nach neuen Waffen der Kunst, vor allem mit scheinbar immunologisch verlaufenden Prozessen in der Gesellschaft beschäftigt. Seine Skulpturen, Installationen, digitalen Konzeptarbeiten und Audio-installationen beschreiben sowohl die mechanisierten Produktionsprozesse als auch deren Zerstörung. Das Lähmende, welches sich zwischen der maschinellen Herstellung einer Fahne und deren Verbrennung zu befinden scheint, kann auf diese Weise ohne jeden Anlass zusammengeführt und dargestellt werden.

 

Der französische Autor Phillippe Nassif beschreibt in seiner Post Punk Philosophie gewissenhafte Akteure, die mit einer besonderen körperlichen Intelligenz zwischen dem Scheinbaren und der Wirklichkeit spielen. Sébastien Pesot hat seine eigenen Videoarbeiten dadurch zum Anlass genommen, sich eindringlicher mit der Körperlichkeit von Bildern und deren Bedeutungen im Raum auseinander zu setzen. In seinen Installationen und Performances kehrt das, was scheinbar auf die Dimensionen eines Bildschirmes reduziert wurde als transformierter und rekodierter Teil des Körpers in die Gesellschaft zurück.

 

Die Darstellung des transzendent wirkenden dreidimensionalen Körpers gilt nach wie vor in der westlich geprägten Kultur als besondere technische Errungenschaft. Körper erscheinen darin zu komplex um nur zweidimensional in Erscheinung zu treten,während ihre Wahrnehmung durch die vierte Dimension mit ihren räumlichen und zeitlichen Faktoren, und der damit verbundenen Sterblichkeit, zu verunsichern scheint. Für Judith Sönnicken ist die Wahrnehmung von Körperlichkeit im Raum ein künstlerischer Ausgangspunkt, um sich in ihren Skulpturen, Zeichnungen, Siebdrucken mit der nur scheinbaren Existenz von Drei-Dimensionalität zu beschäftigen.

Kreuzberg Pavillon
Naunystrasse 53
10999 Berlin

www.kreuzbergpavillon.de

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